Möchten Sie eine Immobilie mit einem Makler verkaufen, steht ganz am Anfang der Abschluss eines Maklervertrages. Darin gehen beide Parteien Verpflichtungen ein: So ist der Makler dafür zuständig, je nach Vertragsart, bestimmte Leistungen zu erbringen. Im Gegenzug müssen auch Sie als Verkäufer Spielregeln beachten.

Wichtige Fragestellungen vor Vertragsabschluss

MaklervertragIn unserem großen Portfolio findet HAUSGOLD für Sie sicher schnell den passenden Fachmann Ihres Vertrauens. Doch was passiert, nachdem die Maklersuche abgeschlossen ist? Nach der Kontaktaufnahme und noch vor dem Abschluss des Vertrages sollten Sie verschiedene Fragestellungen klären und sich über die Rechte und Pflichten informieren, die für die Vertragsparteien entstehen. Folgende Punkte sind besonders relevant:

  • Wie wird die Provision geregelt?
  • Wann und unter welchen Umständen wird die Provisionszahlung an den Makler fällig?
  • Entspricht die Höhe den üblichen Gepflogenheiten?
  • Handelt es sich um einen “Exklusivvertrag“?
  • Wie gestaltet sich die Vertragsdauer?

Natürlich haben Sie als Auftraggeber auch einige Pflichten gegenüber dem Immobilienmakler, wenn Sie einen Vertrag mit ihm abschließen. Ihnen als Auftraggeber muss klar sein, dass Sie dem Makler alle Informationen über das Verkaufsobjekt wahrheitsgemäß und vollständig zukommen lassen müssen. Es versteht sich von selbst, dass Umgehungsgeschäfte, die die Zahlung der Maklerprovision verhindern sollen, nicht erlaubt sind.

Beim Vertragsabschluss mit einem unserer angeschlossenen Makler können Sie gewiss sein, dass Sie sich bestens informiert fühlen und den Maklervertrag mit einem guten Gefühl unterschreiben können. Um das zu garantieren, prüfen wir die Immobilienmakler, bevor wir Sie in unseren Pool aufnehmen.

Zustandekommen des Maklervertrags

Es gibt verschiedene Arten, wie Sie den Vertrag mit dem Immobilienmakler Ihrer Wahl abschließen können. Formvorschriften bestehen nicht, Verträge können mündlich oder schriftlich abgeschlossen werden, wobei die Schriftform generell zu empfehlen ist, um Missverständnisse und Unklarheiten zu vermeiden. Unter bestimmten Umständen kann ohne eine schriftliche Vereinbarung ein Maklervertrag zustande kommen und eine Provisionspflicht entstehen. Dieser Fall tritt ein, wenn die Maklerprovision den Umständen nach deutlich erkennbar ist. Hat der Käufer beispielsweise ein Exposé vom Immobilienmakler ausgehändigt bekommen, in dem die Provision deutlich vermerkt ist, muss er diese beim Kauf der Immobilie auch zahlen.

Inhalt eines Maklervertrages ist die Zusage des Auftraggebers, dem Makler eine Provision zu zahlen, wenn ein Geschäft über Immobilien aufgrund der „vertragsmäßigen, verdienstlichen“ Tätigkeit des Maklers entsteht. Makler können Verträge mit Käufern und Verkäufern von Immobilien eingehen.

Zwei Arten von Maklerverträgen

Grundsätzlich existieren zwei Arten von Immobilienmaklerverträgen: der Allgemeine (Schlichte) Maklervertrag und der Alleinvermittlungsauftrag. Generell kann ein Maklervertrag formlos abgeschlossen werden.

Der Allgemeine Maklervertrag

Bei einem Allgemeinen Maklervertrag, auch Schlichter Maklervertrag genannt, reicht es aus, wenn der Immobilienverkäufer dem Makler eine einfache mündliche oder schriftliche Erlaubnis erteilt, sein Haus oder seine Wohnung zu verkaufen. Bei dieser Vertragsvariante verpflichtet sich der Eigentümer zu nichts und kann seine Immobilie auch selbst am Markt anbieten oder weitere Makler parallel formlos beauftragen. Im Falle, dass er seine Immobilie selbst verkauft, schuldet er dem Makler keine Courtage bzw. Maklerprovision. Diese Freiheit bedeutet aber auch, dass der Makler wahrscheinlich nicht hochengagiert an das Thema herangeht, da die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass sein Aufwand, die Immobilie zu verkaufen, bezahlt wird. Auch der Makler ist bei dieser Form des Maklervertrags nicht verpflichtet, Geschäfte zu vermitteln. Kurzum: Er kann, muss aber die Immobilie nicht vermarkten.

Der Alleinvermittlungsauftrag

MaklervertragDem gegenüber steht der Alleinvermittlungsauftrag, welcher über eine feste Vertragslaufzeit vereinbart werden kann. Ein engagierter Makler wird versuchen, diesen mit Ihnen abzuschließen. Bei einem Alleinvermittlungsauftrag verzichtet der Eigentümer darauf, einen weiteren Makler zu beauftragen. Der Makler hingegen verpflichtet sich, tätig zu werden. Wer jetzt befürchtet, der Makler könne die Immobilie um jeden Preis verkaufen, nur um die Provision zu erhalten, kann beruhigt sein. Es besteht mit der Erteilung eines Alleinauftrags keine Verkaufsverpflichtung. Sie haben sogar weiterhin das Recht, Ihre Immobilie auch eigenständig zu veräußern, ohne dass ein Provisionsanspruch des Maklers entsteht. Wird das Objekt dennoch über einen anderen als den ursprünglich beauftragten Makler veräußert, entsteht für den ursprünglich beauftragten Makler der vereinbarte Provisionsanspruch.

Die Pflichten des Maklers

Die oberste Pflicht für den Makler aus dem Maklervertrag ist selbstverständlich, Ihr Objekt so schnell und gewinnbringend wie möglich zu verkaufen. Da dies im beiderseitigen Interesse liegt, ist eine Tätigkeitspflicht in der Regel nicht zusätzlich vertraglich vereinbart oder bezieht sich auf bestimmte Tätigkeiten wie das Schalten von Inseraten oder die Erstellung eines Exposés.
Makler und Auftraggeber sind verpflichtet, sich gegenseitig alle erforderlichen Informationen zu geben. Der Makler muss seinem Auftraggeber also alle Informationen geben, die für den Vertragsabschluss wesentlich sind. Auch Interessenten, die keinen Vertrag mit dem Makler abschließen wollen, müssen dem Auftraggeber genannt werden.

Höhe der Provision

Bei Kaufimmobilien darf die Höhe der Maklerprovision frei verhandelt werden. Allerdings gibt es gesetzlich geregelte Höchstgrenzen. Üblicherweise zahlen in Österreich sowohl Verkäufer als auch Käufer eine Provision an den Makler. Die gesetzlichen Höchstgrenzen setzen sich wie folgt zusammen:

  • Ist der Wert nicht höher als 36.336,42 Euro fallen vier Prozent Provision an.
  • Liegt der Wert zwischen 36.336,42 und 48.448,51 Euro beträgt die Provision 1.453,46 Euro.
  • Beträgt der Wert mehr als 48.448,51 Euro liegt die Provision bei drei Prozent.

Auf die Maklerprovision ist zusätzlich ein Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent zu entrichten.

Zahltag – Wann wird die Provision fällig?

Wann Sie als Auftraggeber die Provision bezahlen müssen, wird im Vertrag frei festgelegt. Der Anspruch des Maklers auf Provision entsteht mit der Rechtswirksamkeit des vermittelten Geschäftes und wird damit fällig. Vorschüsse sind nicht üblich und müssen nicht geleistet werden.