A

Ableseturnus

Etwa einmal im Jahr nimmt der Wärmemessdienst eine Ablesung der Verbrauchsmessgeräte vor.

Alleinauftrag

Im Maklerrecht der Begriff für einen Vertrag zwischen Klient und Makler, der sicherstellt, dass nur der beauftragte Makler das Recht erhält, die betroffene Immobilie zu vermakeln.

Amortisation

Rückzahlung einer Hypothek in Raten.

Amortisation, indirekt

Amortisationsbetrag wird nicht an den Kreditgeber zurückbezahlt, sondern regelmässig in die gebundene Vorsorge (Säule 3a) oder Lebensversicherung einbezahlt.

Anderkonto

Ein vom beurkundenden Notar temporär eingerichtetes Sonderbankkonto. Die Kaufpreissumme bleibt auf dem Konto, bis alle Verpflichtungen aus dem Vertrag erfüllt sind.

Aufschließungskosten

Beiträge des Grundeigentümers zu den Kosten der Errichtung der notwendigen Ver- und Entsorgungsanlagen einschließlich der Anschlussgebühren (Wasserleitung, Elektrizität etc.)

Auftragsvergabe

Bauherr, Bauträger oder Architekt vergeben Aufträge an einzelne Firmen auf Basis der Angebote. Im Auftragsschreiben müssen Leistungsumfang, Termin und Pönale möglichst genau angegeben werden.

Ausbaupaket

Sammelbegriff für alle Bauteilt, die zum Ausbau einer Primärstruktur notwendig sind.

Ausblühungen

Kristallbildung an Verputz und Mauerwerk.

Ausgleichsmasse

Mörtel- oder Spachtelmasse, die zum Ausgleich von Unebenheiten im Fußboden eingesetzt wird.

Auswechslungsplan

Wird im Zuge der Ausführung vom genehmigten Plan abgewichen, ist bei der Baubehörde eine erneute Bewilligung zu erbitten. Dies geschieht in Form des Auswechslungsplanes, in dem alle Änderungen aufgelistet werden.

B

Bankgarantie

Absicherung gegen Verluste, de durch Insolvenz eines am Bau beschäftigten Unternehmens drohen.

Bassena

Wandbrunnen am Gang zur Wasserentnahme für mehrere Wohnparteien, war früher als Treffpunkt der Hausbewohner auch die Quelle des “Bassenatratsches”.

Bauabdichtung

Abdichtung gegen Wasser durch geeignete Dichtmittel. Infolge mangelnder Abdichtungen eindringendes Wasser verschlechtert die Dämm-Eigenschaften und führt zur Versalzung und Zersetzung betroffener Bauteile.

Baubewilligung

Bescheid der Baubehörde, mit dem Neu-, Zu- und Umbauten o.ä. bewilligt werden. Je nach Art des Projekts sind Baupläne, eine Grundbuchsabschrift, die Zustimmung des Immobilieneigentümers, die Bekanntgabe der Bebauungsbestimmungen und weiteres anzuschließen.

Baugenehmigung

Erklärung der Baubehörde, dass einem Bauvorhaben nach aktuell geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften keine Hindernisse entgegenstehen.

Baulinie

Grenze zwischen Baugründen und öffentlichen Verkehrsflächen.

Bauordnung

Landesgesetz mit detaillierten Vorschriften über baurechtliche Vorschriften; enthält allgemeine Bauregelungen, baupolizeiliche Normen und sonstige bautechnische Normen (z.B. Wärmeschutz); wird von der zuständigen Baubehörde in jedem Bundesland kontrolliert.

Bauplatzerklärung

Liegt zu Beginn der Vorentwurfsarbeiten mit den Bebauungsbedingungen vor; darin wird die Grundfläche von der zuständigen Behörde für bebaubar erklärt.

Bauvorbescheid

Vorgezogene Entscheidung der Baubehörde über die Bebaubarkeit eines Grundstücks, die nicht zuletzt klärt, ob ein Bauentwurf bauplanungsrechtlich überhaupt auf dem Grundstück durchführbar ist.

Bauzeichnung

Technisch geprägter Bauriss der Bauplanung, die für die darauf folgende Bauausführung benötigt wird.

Beletage

Früher verbreiteter Ausdruck für das erste Stockwerk eines mehrgeschossigen Gebäudes. Die Beletage (Schönes Stockwerk) galt seinerzeit als bevorzugte Wohnlage.

Besichtigung

Auch Wohnungs- oder Immobilienbesichtigung genannt, bei der Käufer und Verkäufer vor Ort die zum Verkauf stehende Immobilie begutachten.

Besichtigungsschein

Formular, auf dem der Kunde gegenüber dem Immobilienmakler bestätigt, dass er ein ihm bekannt gegebenes Objekt besichtigt hat und sich für den Fall, dass er das Objekt erwirbt, zur Bezahlung der Vermittlungsprovision verpflichtet.

Bestandsplan

Planliche Darstellung eines bestehenden baulichen Objekts.

Betriebskosten

Laufende Kosten einer Immobilie, darunter Grundsteuer und Versicherungen sowie die Kosten für Strom, Wasser, Heizung, Straßenreinigung, Müllbeseitigung sowie etwaige Ausgaben für einen Hausmeister, die Gartenpflege, Personen- und Lastenaufzüge, Beleuchtung und Schornsteinreinigung.

Bewegungsfuge

Fuge zwischen zwei Bauteilen, die Dehnungen und ähnliches ermöglicht, so dass keine Spannungen an den Bauteilen auftreten.

Bewertung

Bei der Bewertung – oder auch Immobilienbewertung – wird der Wert Ihrer Immobilie bewertet.

Bieterverfahren

Im Unterschied zur Zwangsversteigerung ein Verfahren beim Hausverkauf, bei dem ein Grundpreis definiert wird, den mögliche Interessenten überbieten sollen. Der Eigentümer ist hier nicht verpflichtet, die Immobilie an einen bestimmten Interessenten oder zu einem bestimmten Preis zu verkaufen.

Bodenrichtwert

Durchschnittswert für einen Quadratmeter unbebauten Bodens, der der Wertermittlung von Immobilien dient und sich aus den Grundstücksverkäufen in der betrachteten Region ableitet.

Brandschutztür

Tür mit festgelegten Konstruktionsmerkmalen. Die baubehördliche Zulassung ist auf dem Typenschild vermerkt.

Bringschuld

Schuld, die am Sitz des Gläubigers zu erfüllen ist; im Gegensatz zur Holschuld.

C

Courtage

Provision, die der Käufer beim Immobilienkauf üblicherweise an den Makler entrichtet und die zwischen 5,95 bis 7,1 Prozent vom Verkaufspreis der Immobilie bzw. etwa zwei Nettokaltmieten beträgt. Ab 2015 gilt das Bestellerprinzip („Wer bestellt, der bezahlt“), was in der Regel dazu führen wird, dass der Verkäufer die Courtage an den von ihm beauftragten Makler zu entrichten hat.

Chiffre-Anzeigen

Werbeinserate, die anstelle persönlicher Daten des Inserenten eine vom Verlag zugewiesene Nummer enthalten.

D

Dämmstoff

Es wird unterschieden zwischen anorganisch synthetischen (Mineralwolle), anorganisch natürliche (Perlite), organisch synthetische (Polystyrol) und natürliche Dämmstoffe (Baumwolle, Zellulosefasern).

Dampfsperre

Verhindert das Eindringen von Wasserdampf in Materialien, die für Feuchtigkeit anfällig sind oder deren Funktion bei Durchfeuchtung eingeschränkt ist.

Dehnfuge

Fuge zum Ausgleich von Formveränderungen, die durch Temperaturschwankungen bedingt sind.

Denkmalschutz

Eine Verordnung, die dem Schutz von Kulturdenkmalen dient. Wer sich für Immobilien interessiert, die unter Denkmalschutz stehen, sollte sich vor dem Kauf ausgiebig über die Vor- und Nachteile informieren. Als Kapitalanlage kann eine denkmalgeschützte Immobilie durchaus von Vorteil sein, allerdings verpflichtet sich der neue Besitzer oft zu kostenintensiven Instandhaltungen.

Drainage

Alle Maßnahmen, die Oberflächenwasser oder Stauwasser vom Bau ableiten.

Drückendes Wasser

Hochstehendes Wasser (Hangwasser), das Druck auf ein Bauwerk ausübt.

Dünnbettverfahren

Verfahren, bei dem Fliesen und ähnliche Materialien nicht mehr im Mörtelbett, sondern mit speziell dafür vorgesehenen Klebern verlegt werden.

E

Eigenbedarfskündigung

Bekanntester Grund für die Aufkündigung eines Mietvertrags durch den Vermieter, die streng nach §573 Absatz 2 Nr. 2 BGB geregelt wird. Die Einforderung zwecks Eigenbedarf ist nur erlaubt, wenn der Vermieter die vermietete Immobilie für sich selbst oder Familienangehörige benötigt.

Eigenkapitalnachweis

Bei einem Immobilienverkauf lässt sich der Verkäufer in der Regel einen Eigenkapitalnachweis in Form eines Kontoauszuges oder eine Finanzierungsbestätigung einer Bank vorlegen.

Eigentumsübergang

Tritt erst ein, wenn der Käufer einen Eintrag im Grundbuch erreicht hat.

Eigentümerversammlung

Versammlung der Wohneigentümer einer gemeinschaftlich genutzten Immobilie, bei der über die Verwaltung des gemeinsamen Wohneigentums entschieden wird. Geregelt wird diese Versammlung durch das Wohneigentumsgesetz (WEG).

Einheitspreis

Preis für die Einheit einer Leistung, die in Stück-, Zeit-, Gewichts- oder einer anderen Maßeinheit verfügbar ist.

Einheitswert

Heute zumeist veraltete Bemessungsgrundlage zur Besteuerung einer Immobilie

Einreichplan

Für die Baueinreichung bei der Behörde erforderlich sind Lageplan, Grundrisse, Schnitte und Ansichten im Maßstab 1:100; in dreifacher Ausfertigung und farbig angelegt.

Energieausweis

Der Energieausweis liefert Daten über die Energieeffizienz eines Gebäudes, die seit 2014 in Energieklassen angegeben werden. Er ist Pflicht für Immobilien.

Ertragswert

Bestimmt den Verkehrswert einer Immobilie. Beinhaltet nicht nur den Bauwert, sondern auch den Gewinn aus Einkünften über die zu erwartende Restnutzungsdauer, die mit einer Immobilie zu erzielen sind.

Exposé

Mappe, die Informationen (Beschreibung, Fotos, Preis) über eine Immobilie enthält.

F

Fahnengrundstück

Grundstück, das durch einen schmalen Verbindungsstreifen mit einer öffentlichen Verkehrsfläche verbunden ist.

Finanzierungszusage

Zusage einer Bank, wenn der Kaufpreis vom Käufer nicht nur mit Eigen- sondern auch mit Fremdmitteln beglichen werden soll.

Firsthöhe

Höchster Punkt der Dachkonstruktion über dem von der Behörde festgelegten Geländeniveau.

Fixpreis

Wird im Vertrag vereinbart; gilt je nach vertraglicher Vereinbarung nur für einen bestimmten Bauzeitplan.

Flachkanal-System

Besonders flache Kunststoffrohre zu Be- und Entlüftung.

Fluchtlinien

Beziehen sich auf Bau- und Straßenfluchtlinien; beschreiben als Begrenzung jenen Teil eines Grundstückes, der für die eigentliche Bebauung vorgesehen ist.

Flurkarte

Auch Liegenschafts- oder Katasterkarte genannt, die als amtlichen Beweis Lage, Flurnummer und Bebauungsdaten eines Grundstücks enthält.

Förderungswerber

Staatsbürger, Gemeinde, Bauvereinigung oder andere juristische Person, die unter Beachtung der Vorschriften um eine Förderung ersucht.

Fries

Unterteilung eines Tür- oder Fensterrahmens zur Gestaltung oder Aussteifung.

Frontrecht

Recht des Bauplatzeigentümers, gegen die öffentliche Verkehrsfläche Ausgänge und Ausfahrten anzuordnen, Fenster einzurichten und Anschlüsse an die in der öffentlichen Verkehrsfläche liegenden Leitungen herzustellen.

Fruchtgenussrecht

Vertraglich eingeräumtes Recht, eine fremde Sache unter Schonung der Substanz ohne alle Einschränkungen zu gebrauchen (z.B. Fruchtgenußrecht an einem Miethaus).

Fundament

Der im Erdreich liegende Unterbau eines Baukörpers.

G

Gainze

Abgangsstutzen; Verbindungsstück zwischen WC-Muschel und der Anschlussleitung zum Abfallrohr.

Garconniere

Ausdruck für Junggesellenwohnung, speziell für Einpersonenhaushalte geeignete Kleinwohnung.

Gaupe

Dachaufbau, der die Einsetzung senkrechter Dachfenster zur Belichtung und Belüftung der Dachräume möglich macht.

Gebäudeversicherung

Versicherung, die die Immobilie vor Feuer-, Wasser-, Sturm- und Hagelschäden schützt.

Gehrungswinkel

Winkel, in dem Holz schräg angeschnitten wird, um es beispielsweise für Eckverbindungen zusammenzusetzen.

Gemeinnützige Bauvereinigung

Unternehmen, das mit der Errichtung und Verwaltung von Immobilien befasst ist und einer regelmäßigen Kontrolle unterliegt.

Gemeinschaftseigentum

Eigentum an einer von mehreren Eigentümern beanspruchten Immobilie (z.B. Wohnhaus mit mehreren Eigentumswohnungen), das nicht einzelnen Besitzern zugeordnet werden kann. Dazu zählen üblicherweise Dach, Treppenhaus, Eingangstüren, Fahrstuhl, Innenhöfe etc.

Genossenschaft

Unternehmen, das sich im Eigentum der Genossenschafter befindet. Rechte und Pflichten der Genossenschafter sind festgelegt; alle Mitglieder besitzen ein aktives und passives Wahlrecht.

Geometer

Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen, zählt zu den Ziviltechnikern. Er ist für die Vermessung von Grundstücken, für die Erstellung von Lageplänen sowie Teilungsplänen zuständig.

Geopathogene Zonen

Unterirdische Wasseradern, Bruchzonen, Verwerfungen; sie haben auf die Gesundheit einen negativen Einfluss. Das Vorhandensein dieser Zonen wird von einem Radiästhet festgestellt.

Gesamtbaukosten

Sämtliche Kosten der Errichtung von Wohnungen, Gemeinschaftseinrichtungen sowie von Gebäudeteilen und Anlagen, die der gemeinsamen Benutzung der Bewohner dienen. Außerdem sind die Kosten von Garagen und Abstellplätzen für KFZ sowie von Zivilschutzanlagen aufgrund behördlicher Vorschriften zu beachten; sowie die Herstellung von Gehsteigen, Anschlussgebühren, Kosten für die Aufschließung, Planung, Baubestrebung, Vorfinanzierung und für die Umsatzsteuer.

Geschossbau

Gebäude mit mehreren Wohnungen auf mehr als zwei Geschoßen.

Geschosszahl

Anzahl der Vollgeschosse; ausgenommen Keller. Dachgeschossausbauten werden auch als Vollgeschosse gerechnet.

Gewährleistung

Bestandteil des Bauvertrages. Die ÖNORM B 2110 klärt die Frage der Gewährleistung, deren Dauer bei Bauarbeiten in der Regel zwei Jahre beträgt.

Gewährleistungsansprüche

Die Gewährleistung (Mangelhaftung) umfasst die Rechte, die ein Käufer im Rahmen eines Kaufvertrages erwirbt. Die Gewährleitung garantiert, dass eine verkaufte Sache frei von Sach- und Rechtsmängel sein muss. Die Gewährleistungsansprüche bestehen gegenüber dem Verkäufer, nicht dem Hersteller der Ware.

Gewerke

Von verschiedenen Firmen zu erbringende Teilleistung zwecks Herstellung eines Bauwerks.

Gibskartonplatte

Beidseitig mit Karton beschichtete Gipsplatte für den Innenausbau; wird vor allem für Wand- und Deckenverkleidungen verwendet.

Grundbuch

Amtliches öffentliches Verzeichnis, in dem die Eigentumsverhältnisse an Grundstücken, die auf ihnen liegenden Lasten sowie die mit dem Eigentum verbundenen Rechte verzeichnet sind.

Grundbuchamt

Registergericht eines Amtsgerichts, das für die Führung des Grundbuchs die Verantwortung trägt.

Grundbucheintrag

Das amtliche öffentliche Verzeichnis ist am örtlich zuständigen Gericht ausgelegt und enthält Informationen über die Eigentumsverhältnisse von Grundstücken.

Grundbuchkosten

Kosten, die – zusammen mit den Notarkosten – beim Kauf von Immobilien anfallen und die die Grundbuchämter anhand der Höhe des Kaufpreises ausrichten.

Grundeigentümer

Besitzer einer Immobilie oder eines Grundstücks.

Grunderwerbsteuer

Steuer, die für den Erwerb einer Immobilie anfällt, bei der der Kaufpreis als Bemessungsgrundlage herangezogen wird. Je nach Bundesland sind das zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Grundriss

Zeichnerisch zweidimensional dargestellte Abbildung einer Immobilie, die Aufschluss über die Größen- und Raumdimensionen eines Objekts gibt.

Grundschuld

Bei einem Immobilienkauf lässt der Gläubiger die Schuld im Grundbuch eintragen. Damit erwirbt er das Recht, die Zahlung eines bestimmten Geldbetrages zu fordern.

Grundsteuer

Steuer, die jährlich für das Eigentum an Grundstücken erhoben wird, und die je nach Kommune unterschiedlich hoch ist. Dabei wird der Wert des Grundstücks als Bemessungsgrundlage betrachtet.

Grundstückspreis

Der auf dem Markt zu erzielende Preis eines Grundstücks, der sich an Lage, Bebaubarkeit und Art der Bebauung ausrichtet.

Gutachterausschuss

Gremium in Städten und Gemeinden, das anhand aller abgeschlossenen Immobilienkaufverträge in der ihm unterstellten Region Marktberichte verfasst. Diese enthalten unter anderem Angaben über den aktuellen Verkehrswert von bebauten und unbebauten Grundstücken.

H

Home Staging

Hier wird von Profis (Architekten, Dekorateuren) die Immobilie durch Umstellen der Möbel, Dekoration, etc. so vorteilhaft wie möglich „in Szene“ (stage) gesetzt.

Hypothek

Ein Grundpfandrecht, bei dem der Hypothekengeber Rechte an einer Immobilie abtritt, um im Gegenzug Geld zu erhalten. Üblich bei der Besicherung von Immobiliendarlehen.

I

Immission

Störung des Eigentums an einem Grundstück durch Einwirkungen, die von einem anderen Grundstück ausgehen (Lärm, Gerüche) und die das gewöhnliche Maß überschreiten. Der Eigentümer des betroffenen Grundstückes kann eine Unterlassungsklage erheben oder einen Ausgleichsanspruch fordern.

Immmobilienertragsteuer

Steuer, die für den Verkäufer einer Liegenschaft anfällt. Besteuert wird der Veräußerungsgewinn, also die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Verkaufserlös.

Immobilienportal

Internet-Portal, das zunehmend herkömmliche Medien (wie Zeitungen) beim Kauf und Verkauf von Immobilien ablöst.

Immobilienpreisspiegel

Je nach Stadt oder Stadtteil erstellter Preisspiegel, der Aufschluss über die tatsächlich am Markt realisierten Preise für (vergleichbare) Immobilien gibt.

Instandhaltungskosten

Finanzielle Aufwendungen, die erbracht werden müssen, um Alterung, Witterung oder Abnutzung von Immobilien durch Wartung, Inspektion und Instandsetzung entgegenzutreten.

Instandhaltungsrücklage

Gesetzlich vorgeschriebene finanzielle Rücklage für notwendige Instandsetzungen am Gemeinschaftseigentum einer Immobilie.

Investitionsablöse

Aufwandsersatz für den Hauptmieter einer Wohnung, der in den letzten 20 Jahren vor Beendigung des Mietverhältnisses Aufwendungen zur wesentlichen Verbesserung der Immobilie getätigt hat, die über die Mietdauer hinaus wirksam sind. Der Mieter hat dem Vermieter den Anspruch schriftlich anzuzeigen.

Isolieranstrich

Sperranstrich, um schädlichem Einwirken (Schimmel, Wasser, Rauch) auf den Untergrund entgegenzuwirken.

K

K Wert

Wärmedurchgangszahl. Maßeinheit für den Energieverlust durch ein Bauteil oder einen Baustoff. Je kleiner der Wert, desto effizienter die Dämmung.

Kalksandstein

Stein, der durch Dampfdruck und das Zusammenpressen von Kalk und Sand gehärtet und hergestellt wird; gibt es in verschiedenen Formaten und Rohdichten, für Fassaden und als frostfeste Vormauersteine oder Verblender.

Kaltdach

Zweischaliges Flach- oder Steildach mit quergelüftetem Zwischenraum.

Kämpfer

a) Bei Bauwerken: Tragplatte zwischen Last und Stütze.
b) Bei Fenstern: Waagrechtes Querholz des Rahmens zur Unterteilung hoher Fenster.

Katasteramt

Kommunale oder staatliche Behörde, die mit dem amtlichen Vermessungswesen betraut ist.

Kategoriemietzinse

Mit dem Mietrechtsgesetz 1982 eingeführte Mietzinsobergrenzen für Wohnungen, die nach ihrer Ausstattung zu einer der vier Kategorien (A, B, C, D) des § 16 Abs. 2 MRG gehören.

Kaufpreisspiegel

Liefert eine Übersicht über den üblichen Kaufpreis einer Immobilie. Beziehen kann man diese über Banken, Bauträger, Marktforschungsinstitute und Verwaltungen.

Kaufnebenkosten

Alle zusätzlichen Kosten, die beim Erwerb einer Immobilie neben dem Kaufpreis anfallen.

Kaufvertrag

Vertrag samt notarieller Beurkundung, der alle Details des Eigentumsübergangs zwischen dem alte und dem neuen Immobilienbesitzer enthält.

Kaution

Sicherstellung (bspw. durch Barbetrag oder Sparbuch) eines Vertragsteiles für den Fall der Nichteinhaltung der Vertragsbedingungen durch den anderen Vertragsteil.

Kerndämmung

Zwischen den Wandschalen ligende Wärmedämmung einer zweischaligen Wandkonstruktion.

Kondenswasser

Luftfeuchtigkeit, eie sich beim Abkühlen an kalten Bauteilen zu Wasser verflüssigt.

Konsensmäßiger Zustand

Jener Zustand von Gebäuden oder Anlagen, der sich jeweils aus dem letztgültigen Stand der gültigen Baubewilligungen und den zugehörigen Anlagen ergibt.

Konventionalstrafe

Vereinbarter Vergütungsbetrag, der im Falle der Nichteinhaltung eines Vertrages fällig wird.

Kostenvoranschlag

Detaillierte Kostenauflistung aller für den Bau nötigen Arbeiten und Materialien.

Kunststeinplatte

Platte für Wege und Terrassen aus gebrochenem Naturstein, die mit Bindemitteln in leicht zu verarbeitenden Formen hergestellt wird.

L

Lage

Standortmerkmal einer Immobilie, das entscheidend über den Wert selbiger bestimmt. Wird in die Kategorien Makrolage und Mikrolage unterschieden.

Laibung

Innere Wandlung von Türen, Fenstern und Bögen.

Laminat

Bodenbelag aus mehreren Schichten. Die Trägerplatte besteht aus einem druckfesten Holzwerkstoff.

Lastenfreiheit

Immobilien sind dann lastenfrei, wenn für den Käufer keine Grundschulden, Hypotheken oder Ausübungsverbote mit diesen verbunden sind, darunter auch etwaige Wohnrechte Dritter.

Lasur

Offenporiger Anstrich, unter dem der Untergrund durchscheint; erhält die Atmungsfähigkeit des Holzes und stellt die Feuchtigkeitsregulierung sicher.

Lattung

Parallele Anordnung von Holzlatten als Unterkonstruktion/Befestigung von Dachziegeln, Verkleidungen, Profilbrettern oder Fassadenplatten.

Leibrentenvertrag

Vertrag, der für eine vorweg erbrachte einmalige Leistung (Übertragung eines Grundstücks) eine Dauerleistung auf Lebenszeit einer bestimmten Person zu erbringen.

Leichtmauermörtel

Wärmedämm-Mörtel; Mörtel aus Ton oder mineralischen Leichtzusätzen und Bindemitteln, der das Wärmedämmverhalten der Fugen dem eigentlichen Wandbaustoff annähert, um die Fugen als Wärmebrücken weitestgehend auszuschließen.

Leistungsverzeichnis

Grundlage des Vertragesangebots des Bauhandwerkers vor Abschluss der Bauvertrages.

Lichtes Maß

Abmessung zwischen zwei Begrenzungen eines Raumes oder einer Öffnung in Wand/Decke.

Liegenschaft

Zusammenhängendes Grundstück; kann aus mehreren Parzellen bestehen und einen Grundbuchskörper bilden.

Lochziegel

Baustoff aus Ton mit spezieller Lochung und guten Wärmedämmwerten.

Loft

Wohnung in einer ehemaligen Fabriksetage.

Loggia

Einer Wohnung vorgelagerter Raum, der nur an einer Seite offen, sonst aber an fünf Seiten umschlossen ist. Die Bodenfläche einer Loggia gehört zur Nutzfläche.

M

Magerbeton

Beton mit geringem Zementgehalt; für druckfeste Auffüllungen.

Maisonette

Zweigeschossige Wohnung innerhalb eines mehrstöckigen Gebäudes; vielfach in Form einer zweigeschossigen Dachwohnung.

Makrolage

Die Makrolage beschreibt, in welcher Region das Objekt liegt und wie wirtschafts- und zukunftsstark diese ist.

Mansarde

Für Wohnzwecke ausgebautes Dachgeschoss.

Mantelbeton

Meist Holzwolle-Leichtbauplatten als beiderseitige Schalung und Dämmung; Betonkern ist tragendes Element.

Massivdecke

Deckenart, die keine brennbaren Elemente enthält.

Maßstab

Verhältnis einer Strecke in der Zeichnung im Vergleich zur Örtlichkeit.

Mauerverbinder

Verbindungselement bei der Anwendung der Stumpfstoßtechnik im Mauerwerksbau.

Mezzanin

Speziell in Miethäusern aus der Zeit der Jahrhundertwende häufige Bezeichnung für das Geschoss zwischen dem Erdgeschoß und dem Hochparterre oder dem ersten Stock.

Mietvertrag

Hauptmietverträge über Immobilien werden zwischen Eigentümer oder dem Fruchtnießer, dem Wohnungseigentümer und dem Mieter abgeschlossen. Bei Mietverträgen auf unbestimmte Zeit kann der Vermieter den Mietvertrag nur aus wichtigen Gründen kündigen.

Mietzins

Preis, den der Mieter für die Überlassung des Mietgegenstandes zu entrichten hat; besteht aus dem Hauptmietzins, den anteiligen Betriebskosten und öffentlichen Abgaben, den anteiligen Aufwendungen für Gemeinschaftsanlagen, einem allfälligen Entgelt für mitvermietete Einrichtungsgegenstände sowie der vom Mietzins zu entrichtenden Umsatzsteuer.

Mikrolage

Die Mikrolage betrachtet das direkte Umfeld einer Immobilie, also die Infrastruktur (Geschäfte, Ärzte), Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, Parkmöglichkeiten etc.

Mischsystem

Entwässerungssystem, in dem Schmutz- und Regenwasser in gemeinsamer Leitung abgeführt werden.

Modernisierungskosten

Werden fällig, wenn die Immobilie baulich verbessert oder ausgebaut wird, oder wenn dadurch die Kosten für Wasser- und Energieverbrauch gesenkt werden können.

Mörtel

Gemisch aus Sand und Bindemitteln wie Kalk, Zement, Gips; wird zum Verbinden der Mauersteine und Ansetzen von Fliesen verwendet.

Mörtelgruppe

Mischverhältnis von Bindemittel und Zuschlagstoff bei Mörtel; Unterteilung nach Mörtelgruppen I, II und III.

Mündelsicherheit

Sicherheit, die für die Anlage des Geldes von Mündeln (Pflegebefohlenen) gesetzlich vorgeschrieben ist.

MZ-Tür

Mehrzweck-Tür; Einbaufertiges Türelement, rechts/links verwendbar. Doppelwandiges Türblatt mit innerer Stahlverstärkung und wärmedämmender Isolierung. Einsatz im Innen- und im Außenbereich.

N

Neubau

Errichtung neuer Gebäude; liegt aber auch dann vor, wenn nach Abtragung bestehender Baulichkeiten die Fundamente/Kellermauern ganz oder teilweise benutzt werden.

Nichtdrückendes Wasser

Wasser, das durch aufsteigende/seitliche Feuchtigkeit oder Sickerung auf die erdverbundenen Bauteile einwirkt.

Niedrigenergiehaus

Haus mit einem Energieverbrauch, der die vorgeschriebenen Werte für wärmegedämmte Häuser weit unterschreitet (kleiner als 50kWh pro m²).

Nießbrauch

Nutzungsrecht an einer Sache.

Notar

Ein Notar vermag rechtswirksame Beglaubigungen und Beurkundungen durchzuführen; seine Kerntätigkeit bezieht sich auf die Rechtsgebiete Grundstücksrecht, Erbrecht, Familienrecht und Gesellschaftsrecht.

Notaranderkonto

Ein vom Notar treuhänderisch geführtes Konto, auf dem der Käufer einer Immobilie den verlangten Preis für das Objekt einzahlt und so dem Immobilienverkäufer die Sicherheit gibt, dass der Käufer zahlungsfähig ist.

P

Provision

Entgelt für eine verkäuferische oder vermittelnde Tätigkeit. Auch als *Courtage *bekannt.

Q

Quadratmeterpreis

Preis eines Quadratmeters einer Wohn- oder Grundstücksfläche in einer bestimmten Region oder Lage, die gern zum Vergleich mit anderen Wohnlagen herangezogen wird

R

Rangvorbehalt

Bei der Löschung einer Hypothek kann der Grundstückseigentümer durch Anmerkung des Rangvorbehaltes im Grundbuch erwirken, dass ihm die Eintragung einer neuen Hypothek im Rang und bis zur Höhe der gelöschten Hypothek binnen drei Jahren nach der Bewilligung der Anmerkung vorbehalten bleibt.

Raumordnung

Vorausschauende Gestaltung eines Gebietes.

Reallast

Belastung eines Grundstückes mit der Haftung des jeweiligen Eigentümers für die dem Reallastberechtigten zu erbringenden Leistungen.

Realteilung

Verfahren, bei dem ein Grundstück so geteilt wird, dass zwei neue, eigenständige Grundstücke entstehen.

S

Sachwert

Der inflationsbereinigte Gebrauchswert von Wirtschaftsgütern.

Schalung

Formteile, in die die Betonmasse eingefüllt wird.; wird nach dem Erhärten des Betons wieder entfernt.

Schlussabnahme

Prüfung, ob Gebäude entsprechend dem Bauantrag fertiggestellt wurde.

Schwitzwasser

Entsteht, wenn sich Feuchtigkeit an kälteren Flächen niederschlägt.

Skelettbauweise

Tragkonstruktion aus Stützen; ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der Aufteilung von Geschoßen, der Gestaltung von Grundrissen und Fassaden.

Sicherheitstür

Tür aus Stahl, mit holzverkleidetem Stahlkern oder mit Spezialverglasung; Einbruch- und, je nach Ausführung, beschusshemmend.

Siphon

Geruchsverschluss in Abwasserleitungen; verhindert das Aufsteigen von Kanaldünsten.

Sohlbankabdeckung

Blechabdeckung an der Fensteraußenseite.

Sondereigentum

Im Gegensatz zum Gemeinschaftseigentum jener Teil am Wohnungseigentum, der sich zweifelsfrei einem Eigentümer zuordnen lässt.

Sondernutzungsrecht

Ein besonderes Nutzungsrecht, das im Rahmen einer Wohneigentümergemeinschaft einem einzelnen Eigentümer eingeräumt werden kann (z.B. Parkplätze, Nutzung der Gartenfläche etc.).

Souterrain

Teilweise unter dem Erdniveau liegendes Geschoss eines Gebäudes.

Sparren

Von der Traufe zum Frist verlaufende Balken oder Träger des Dachstuhls.

Spekulationssteuer

Besteuerung von Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften, bei der eine Wertsteigerung im Spekulationszeitraum stattgefunden haben muss. Im Immobilienbereich kommt diese Besteuerung nur eingeschränkt zum Tragen.

Sturz

Tragende, obere Fenster- oder Türbegrenzung.

Subjektförderung

Kommt dem einzelnen Bewohner direkt zugute, beispielsweise als Eigenmittelersatzdarlehen.
Gewährung von Darlehen als Pauschalsätze direkt an Einzelpersonen.

Substandardwohnung

Wohnung, bei welcher sich WC oder Wasserentnahme außerhalb des Wohnungsverbandes befindet.

Superädifikat

Ein Bauwerk auf fremden Grund, das im Eigentum einer anderen Person als des Grundstückseigentümers steht.

T

Technische Abbruchreife

Liegt vor, wenn das Gebäude baufällig ist oder aus gesundheitlichen Aspekten demoliert werden muss.

Teilbaugenehmigung

Gilt nur für bestimmte Bauabschnitte, ohne dass damit die Baugenehmigung für das ganze Bauvorhaben sichergestellt ist.

Teilungserklärung

Vereinbarung, die erklärt, welcher Teil einer Immobilie oder eines Grundstücks allen Eigentümern und welcher einzelnen Eigentümer gehört.

Tramdecke

Holzdecke. Die Deckenbalken (Träme) sind in regelmäßigen Abständen verlegt und mit Schalungsbrettern versehen.

U

U Wert

Ersetzt den k-Wert als Wärmedurchgangszahl durch EU-Richtlinie.

Übergabeprotokoll

Protokoll, in dem sämtliche Aspekte bei der Übergabe einer Immobilie vom Verkäufer an den Käufer festgehalten werden.

Umbau

Weitgehende bauliche Änderung eines Gebäudes, so dass dieses nach der Änderung als ein anderes anzusehen ist.

Umkehrdach

Flachdachaufbau, bei dem die Wärmedämmschicht über der Abdichtung verlegt wird.

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Bescheinigung des Finanzamts, mit der der Käufer einer Immobilie nachweist, dass er die Grunderwerbsteuer entrichtet hat. Notwendig für die Eintragung in das Grundbuch.

Unterspannbahn

Zum Schutz vor dem Eindringen von Flugschnee; mit einer verstärkten Einlage versehene Folie für die Verlegung unter der Dachdeckung.

V

Verblender

Mauersteine oder Keramikplatten, die zur Verblendung von Außenwänden genutzt werden.

Verbundplatten

Mehrschichtplatten, die aus einer Gipsfaserplatte und einer zusätzlich aufkaschierten Schall- und Wärmedämmschicht bestehen.

Vergleich

Einverständliche Regelung strittiger oder zweifelhafter Rechte.

Vergleichswertverfahren

Verfahren zur Ermittlung des Verkehrswertes einer Immobilie, bei der der Wert anhand von Kaufpreisen vergleichbarer Immobilien bzw. Grundstücken ermittelt wird. Je mehr Vergleichsobjekte zur Verfügung stehen, desto genauer ist dieser Wert.

Verkaufspreis

Tatsächlich erzielter Preis für eine Immobilie, der mitunter vom Verkehrswert einer Immobilie abweichen kann.

Verkehrswert

Voraussichtlich am Markt zu erzielender Preis für ein Grundstück oder eine Immobilie.

Versteckter Mangel

Im Gegensatz zu offensichtlichen (Bau-)Mängeln an einer Immobilie, solche Mängel, die für einen Dritten nicht sofort ersichtlich sind – oft Fenster, Heizungsanlage, Dach, Sanitärbereich oder Keller betreffend. Auch diese müssen beim Immobilienverkauf offengelegt werden, will der Verkäufer nicht riskieren, dass der Kaufvertrag später als nichtig erklärt und/oder er sogar zu Schadensersatzzahlungen herangezogen wird.

Verwalterzustimmung

Eine im Wohnungseigentümergesetz verankerte Klausel, die den Verkäufer einer Eigentumswohnung dazu anhält, vor dem Verkauf die Zustimmung des Verwalters einer Wohnung einzuholen. Dieser Akt soll die Eigentümergemeinschaft vor zahlungsunfähigen oder unseriösen Neu-Eigentümern schützen. Die Zustimmung darf vom Verwalter allerdings nur dann verweigert werden, wenn dieser klare Gefahren für die Wohnungseigentümergemeinschaft erkennt.

Vinkulierung

Bei Versicherungsverträgen: Vereinbarung, wonach im Versicherungsfall die Leistung des Versicherers auf einen Dritten übergeht.

Vorgehängte, hinterlüftete Fassade

Sie besteht aus einer Unterkonstruktion (meist Holz) und der Fassadenbekleidung (z.B. Holz, Holzwerkstoff, Fassaden-Zementplatten, Schiefer etc.). Zwischen Untergrund und Bekleidung entsteht ein Lüftungsraum, der für das Abtransportieren von eingedrungener Feuchtigkeit sorgt.

Vormauerwerk

Äußere Mauer bei der heute weit verbreiteten zweischaligen Außenwand von Gebäuden.

Vorvertrag

Vereinbarung, künftig einen Hauptvertrag zu schließen, dessen wesentliche Punkte im Vorvertrag festgehalten sind.

W

Wertgutachten

Kostenpflichtiges, von Architekten oder Ingenieuren erstellbares Gutachten, das im Erb- oder Scheidungsfall Aufklärung über den Immobilienwert gibt.

Wohnfläche

Summe der anrechenbaren Grundfläche von Räumen einer Immobilie, die fast immer geringer ausfällt als die gesamte Grundfläche.

Wohngeldabrechnung

Jährliche, von der Hausverwaltung aufgestellte Kostenaufschlüsselung, in der alle von der Gemeinschaft zu tragenden Kosten verzeichnet sind.

Wohngemeinschaft

Zusammenschluss von Bewohnern einer Wohnhausanlage.

Wohnkosten
Monatlicher Aufwand für die Wohnung; umfasst Nettomiete, Betriebskosten und Heizungskosten sowie Ausgaben für Gemeinschaftseinrichtungen, Aufzug, Garagenbetreuung, Verwaltungskosten und die Umsatzsteuer.

Wohnrecht

Ein vom Eigentümer eingeräumtes Recht zur persönlichen Benützung einer Wohnung; kann als Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragen werden.

Z

Zahlungsbefehl

Im Mahnverfahren ergehende Aufforderung an den Schuldner zu zahlen oder Widerspruch zu erheben.

Zwangshypothek

Art der Zwangsvollstreckung über das unbewegliche Vermögen eines Schuldners.

Zeitrente

Eine im Gegensatz zur Leibrente vertraglich für bestimmte Zeit vereinbarte Rente. Bei Verbücherung als Reallast ist der jeweilige Grundstückseigentümer zur Rentenzahlung an den Berechtigten verpflichtet.

Zeitwert

wird meistens für Grundstücke ermittelt; ist der Reproduktionswert abzüglich Altersabschlag unter Berücksichtigung des Ertragswertes.

Zession

Vertragliche Abtretung von Forderungen an Dritte

ZK-Tür

Tür, deren Blatt aus verzinktem Stahl besteht, das zusätzlich lackiert oder mit Kunststoff beschichtet sein kann.

Zubau

Als solcher gilt die Vergrößerung eines Bauwerks der Höhe, Länge oder Breite nach.

Zusicherung

Behördliche Mitteilung über die Zuerkennung von Förderungsmitteln.

Zwangsversteigerung

Vollstreckungsverfahren, bei dem z.B. eine Immobilie oder ein Grundstück mittels Versteigerung zwangsweise veräußert wird, um mit dem Verkaufserlös z.B. die Rückzahlungsansprüche eines Darlehens bedienen zu können.

Zwangsvollstreckung

Gesetzlich geregeltes Verfahren, das mit staatlicher Gewalt privatrechtliche Ansprüche gegenüber einem Schuldner durchsetzt.

Zwischeneintragung

Im juristischen Sinne ist eine Zwischeneitragung eine Vormerkung. Wenn es etwa beim Kauf einer Immobilie zwischen dem Zeitpunkt, in dem man den Kaufvertrag schließt und dem, an dem der Kaufpreis gezahlt wird eine Eintragung im Grundbuch gibt, ist diese neue Eintragung eine Zwischeneintragung.