haus-erbenGeht es um die Themen Erbe und Immobilieneigentum, sollte frühzeitig ein Testament aufgesetzt werden. Denn obwohl heute bereits in zwei von drei Erbschaften Immobilien eine Rolle spielen, machen sich nur wenige Immobilieneigentümer Gedanken über ein Testament. Mit fatalen Folgen, wie sich oft herausstellt. Denn der Streit ums Erbe kann ganze Familien entzweien.

Um innerhalb der Familie Konflikte zu vermeiden, sollten sich Immobilienbesitzer rechtzeitig über die Verteilung des Erbes Gedanken machen und diese auch mit den Erben besprechen. Denn nur, wer vorher alles klärt, vermeidet böse Überraschungen.

Ein Testament aufsetzen

Das Testament ist die letztwillige Anordnung, in der eine Person oder mehrere Personen zu je einem bestimmten Anteil des Nachlasses, als Erben eingesetzt sind. Eine Möglichkeit ist das eigene Aufsetzen des Testaments. Dabei muss der gesamte Text vom Testamentsverfasser eigenhändig geschrieben und unterschrieben werden.

Auch die fremdhändige Testamentsverfassung einer anderen Person ist möglich, wenn das Testament vor drei volljährigen, objektiven Zeugen unterfertigt wird und es die Unterschrift des Testators trägt. Eine weitere Möglichkeit bietet das notariell erstellte Testament. Dieses wird von einem Anwalt aufgesetzt, ist notariell beglaubigt und sorgt daher auch für eine größere Rechtssicherheit.

Pflichtteil: Wer erbt was?

Kindern und dem Ehegatten der verstorbenen Personen steht eine Mindestquote vom Nachlass, der Pflichtteil zu. Sie erhalten als Pflichtteil die Hälfte dessen, was sie als gesetzliche Erben bekommen hätten. Sind Pflichtteilsberechtigte nicht ausreichend im Testament berücksichtigt worden, so haben sie zur Deckung ihres Pflichtteiles einen Geldanspruch an die Erben.

Der Erbvertrag

Der Erbvertrag ist, wie auch ein Testament, eine Letztwillige Verfügung, in dem der Nachlass geregelt wird. Er kann allerdings nur zwischen Ehegatten und als Notariatsakt geschlossen werden. Im Gegensatz zum Testament kann der Erbvertrag im Nachhinein nicht einseitig geändert werden. Allerdings bleibt jedem Ehegatten ein Viertel seines Vermögens zur freien Verfügung, über das er verfügen kann oder das, gemäß der gesetzlichen Erbfolge, verteilt wird.

Die Testamentsvollstreckung

Wer ein Testament oder einen Erbvertrag aufsetzt, tut das meist, um seine Wünsche nach dem eigenen Tod berücksichtigt zu wissen. Trotzdem besteht die Gefahr, dass die Erben bei der Nachlassabwicklung entweder überfordert oder sich uneinig sind. Legt der Erblasser in seinem Testament oder Erbvertrag allerdings fest, dass nach seinem Tod ein Testamentsvollstrecker eingesetzt werden soll, übernimmt dieser die Nachlassabwicklung:

Nachlassabwicklung:

  • Vertragskündigungen vornehmen
  • Überwachung aller Fristen
  • Wohnungsauflösung (falls notwendig)
  • Erfüllung von Auflagen und Vermächtnissen
  • Sichtung der Unterlagen
  • Bezahlung offener Rechnungen
  • Konten- und Grundstücksumschreibungen
  • Erbschaftsteuererklärung

Der Testamentsvollstrecker entlastet nicht nur bei den organisatorischen Aufgaben, sondern vermittelt auch in Streitigkeiten zwischen den Erben.
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